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01.01.2009

Erntejahr 2008

Einschätzung des Ackerbaus


2008 – Starkniederschläge, Trockenheit, Hitze und doch eine gute Ernte

So präsentierte sich die erste Jahreshälfte. Nach einem milden Winter ohne starken Frost begann das Frühjahr kühl und sehr nass. Der Monat April, normalerweise der trockenste Monat im Jahr in Brandenburg, brachte eine Niederschlagsmenge von 107 ltr./m². Durch die niedrigen Temperaturen gab es kaum Verdunstung und die Felder trockneten nur schwer ab. Dadurch folgten sehr schwierige Bedingungen für die erste und zweite N-Gabe. Rund 100 ha Getreide und Raps waren zur ersten Stickstoffgabe nicht befahrbar. Dies waren meist Senken oder Teilflächen mit defekten Drainagen, denen in Zukunft wieder mehr Beachtung geschenkt werden muss. Die Bodenbearbeitung zu Mais ging dadurch nur schleppend voran und es mussten immer wieder Teile liegen gelassen werden.

Positiv waren die hohen Niederschläge auf allen anderen Flächen in unseren Gemarkungen, die das Wasser vollständig und zügig aufnehmen konnten. Getreide und Raps präsentierten sich im Mai hervorragend und der Mais ging zügig auf.

In den Monaten Mai, Juni, Juli stiegen die Temperaturen auf über 30 °C an und mit den Niederschlägen war es vorbei. Jeder Monat brachte nur noch 30 ltr. Wasser/m² bei einer täglichen Verdunstung von 4-6 ltr./m². Unter diesem Extrem standen alle Pflanzenbestände unter starkem Stress und stellten das Wachstum ein. Vor allem der Mais in seiner Jugendentwicklung brach auf den leichten Sandböden stark zusammen.

Trotz der schwierigen Bedingungen in diesem Jahr war es eine gute Getreideernte in unserem Betrieb. Nur der Mais konnte dieser Trockenphase auf den Sandböden nicht kompensieren und brachte ein weniger gutes Ergebnis.

- 62 dt/ha Winterweizen                
- 62 dt/ha Wintergerste                  
- 57 dt/ha Triticale                         
- 40 dt/ha Winterroggen                 
- 33 dt/ha Winterraps                    
- 210 dt/ha FM (33 %TS) Silomais

So durchwachsen wie das Wetter in diesem Jahr, waren auch die Erzeugerpreise im Pflanzenbau. In den Wintermonaten konnte durch Vorkontrakte mit dem Getreidehändler gute Preise beim Getreide erzielt werden, die aber durch stark sinkende Preise in der Erntezeit leider wieder etwas relativiert wurden.

Fazit:
Mit dem Ergebnis im Pflanzenbau, trotz starker Wetterschwankungen, konnten wir im Jahr 2008 sehr zu frieden sein und hoffen, dass diese Situation sich im nächsten Jahr fortsetzt. Der Grundstein dafür wurde durch eine zügige Bodenbearbeitung und einer schnellen Herbstaussaat unter guten Witterungsbedingungen gelegt. Wintergetreide sowie Raps sind Ende Oktober gut aufgelaufen und erreichen unsere angestrebte Pflanzenzahl pro Quadratmeter. Auch in Zukunft ist es weiterhin notwendig, hohe Erträge und Erzeugerpreise zu realisieren, um die stark gestiegenen Kosten, wie z.B. Dünger, Diesel, Ersatzteile, Pacht weiterhin decken zu können. Damit unsere Felder die teilweise großen Regenmengen im Frühjahr besser aufnehmen, wurden die ersten Drainagen wieder gespült und repariert.


Von: Daniel Hänsel

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