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01.11.2009

Erntejahr 2009

Einschätzung des Ackerbaus


Hier ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2009.

Zuerst zum Wetter. Der Herbst 2008 war warm und sonnig mit ausreichend Regen. Die Vegetationszeit erstreckte sich bis in den November hinein. Das waren optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Es folgte ein Winter mit vielen Frosttagen und Temperaturen bis – 23°C. Leider auch ein Winter mit zu wenig Niederschlägen, so dass keine Auffüllung der Bodenwasservorräte erfolgen konnte. Die kalte Witterung hielt bis Ende des Monats März vor. Darauf folgte ein abrupter Witterungsumschwung. Der April wurde sehr warm und trocken. Die Gesamtregenmenge im April betrug 10 l/m². Dafür wurden wir dann in den folgenden Monaten mit reichlich Wasser von oben entschädigt ( Mai 87 l/m², Juni 70 l/m², Juli 114 l/m² ).So kann man sagen, dass uns das Wetter wieder ein sehr spannendes Jahr bescherte.

Die Aussaat des Getreides erfolgte im Herbst 2008 bei guten Bedingungen termingerecht. Die Bestände präsentierten sich im Spätherbst, auf Grund der langen Vegetationperiode in einem guten und kräftigen Zustand. Im Frühjahr hatten wir einen späten Wachstumsbeginn (17.03). Dadurch kam es zu einer Verkürzung der Wachstumsphasen des Getreides. Verstärkt wurde dieser Effekt durch den trockenen April. Die Folgen waren Triebreduktion und verminderte Nährstoffaufnahme. Durch die Niederschläge ab Mitte Mai kam es zu einer Erholung der Bestände. Ziel der weiteren Bestandsführung war die Förderung der Kornzahl/Ähren und ein hohes Tausendkorngewicht. Trotz aller Widrigkeiten erbrachte die Getreideernte 2009 stabile Erträge bei guten Qualitäten.

Die Bestände von Gerste und Roggen konnten sich insgesamt nicht von dem zu trockenen Frühjahr erholen und reagierten mit schlechten Bestandsdichten und vermehrten Zwiewuchs zur Ernte. Der Ertrag der Wintergerste betrug durchschnittlich 54dt /ha (min. 46dt- max.76dt ), Roggen erreichte im Durchschnitt 47dt/ha ( min.36dt - max.89dt). Weizen und Triticale kompensierten den Stress besser und erbrachten überdurchschnittliche Erträge.  Der Weizen hatte einen Ertrag von durchschnittlich 67dt/ha ( min.51dt-max. 84dt).

Der Raps wurde im Herbst 2008 ausschließlich in Mulchsaat bestellt. Durch teilweise grobe Strohrückstände im Saathorizont kam es zu einem sehr verzögertem Auflauf des Rapses. Die Folgen waren unterschiedliche Wachstumsstände in Frühjahr 2009. Der Raps trotzte allen Widrigkeiten im Frühjahr und präsentierte sich zur Ernte mit sehr guten Beständen. Dies bestätigt sich auch bei den Ergebnissen von durchschnittlich 42dt/ha (min.33dt – ma.49dt) und sehr hohen Ölgehalten.

Auf den Futterflächen ( Luzerne, Wiesen und Ackergras) unseres Betriebes wuchsen 3 Schnitte mit durchschnittlichen Erträgen heran. Ursachen hierfür waren das zu trockene Frühjahr.

Der Mais konnte von  Ende April bis Anfang Mai termingerecht ausgesät werden. Durch ausreichende Niederschläge im Monat Mai bis Juli konnten die Bestände sich optimal entwickeln. So haben wir einen Ertrag von 334dt/ha FM bei Silomais und einen Ertrag von 82dt/ha FM bei CCM erreicht.               


Von: Hans-Joachim Rönsch

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